Radexpress ab 2020 vorerst nur noch bis Baiersbronn

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Frank Eisold sagt Dankeschön an Walter Schaub DBregio Mannheim für seinen Einsatz zum Radexpress Murgtäler. Walter Schaub geht 2019 in Ruhestand. Foto mv/AKTF

BT 31.10.2018

Erfolgreiches Angebot wird nach der nächsten Saison auf Elektrotriebwagen umgestellt

Gaggenau (hap) - Der "Murgtäler Radexpress" wird auch 2019 wieder 30 Mal an Sonn- und Feiertagen von Ludwigshafen über Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Rastatt nach Freudenstadt fahren und kostenlos in zwei Fahrradwagen Fahrräder mitnehmen. Wie die Vertreter der Bundesbahn und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg bei einem Arbeitsgespräch mit den Organisatoren und beteiligten Gemeinden erklärten, ist der Murgtäler Radexpress der erfolgreichste aller acht Rad-Expresszüge in Baden-Württemberg. Gleichwohl wird 2019 das letzte Jahr für den von einer Lokomotive gezogenen Zug sein. Ab 2020 wird der Radexpress zunächst mit Elektrotriebwagen betrieben werden. Da diese die Steilrampe nach Freudenstadt nicht bewältigen können, wird dann die Fahrt nur noch bis Baiersbronn möglich sein. Als Ersatz ist geplant, eine weitere Zugfahrt am Nachmittag von Rastatt aus anzubieten. Ab 2022 muss nach der europaweiten Ausschreibung für neue Triebwagen wieder die Fahrt mit Radbeförderung bis Freudenstadt möglich sein.

2019 dienen 27 Fahrten wie bisher dazu, insbesondere Radfahrer bis Baiersbronn oder Freudenstadt zu bringen, damit sie mit dem Rad auf der "Tour de Murg" nach Gaggenau oder Rastatt fahren können. Von da aus geht die Fahrt mit dem Zug zum Ausgangsort. Die restlichen drei Fahrten werden seit acht Jahren durch den Arbeitskreis Tourismus-Freizeit betreut und haben jeweils ein Thema zum Inhalt. Am 18. Mai und 17. August werden unter der bewährten Leitung von Frank Eisold und seinem Team wieder eine 50 Kilometer lange Fahrt vorbei an Sehenswürdigkeiten zur Heimat- und Industriegeschichte angeboten. Die erste endet mit einem Hock im Museum Haus Kast in Hörden. Dort wird ein Sonderhalt des Zuges für die weitere Rückfahrt eingerichtet.

Am 19. Juni findet die Kirchentour statt. Dabei werden Kirchen entlang der Strecke besichtigt, die Fahrt endet an der Radfahrerkirche in Hörden, wo wieder eine kulinarische Überraschung bereitstehen wird. Neu im Organisationsteam sind die Stadt Rastatt, die AOK Mittlerer Oberrhein und die Tourist-Information Baiersbronn. Ab 2019 wird auch Freudenstadt den Radexpress unterstützen.

Wie die Betreiber weiter mitteilten, hat der "Murgtäler" einen Kostendeckungsgrad von rund 30 Prozent und erfordert für die Fixkosten zirka zehn Euro pro Kilometer Bahnstrecke. Somit ergibt sich für die DB pro Fahrt ein Zuschuss von rund 3000 Euro. 2018 wurden von Karlsruhe bis Freudenstadt 3022 Personen und 1488 Räder transportiert.

Wie Manfred Vogt vom AK Tourismus-Freizeit mitteilte, gab es ein Gespräch mit der Nationalparkverwaltung. Hierbei ging es um die Idee, ab 2019 einen zusätzlichen National-Express bis Baiersbronn einzusetzen. Ab dort soll es mit Bussen zu unterschiedlichen Ausgangspunkten zu geführten Touren für Wanderer und eventuell auch Radfahrer mit Nationalpark-Rangern gehen. Hier könnte eventuell auch noch Forbach als Ausgangspunkt in Frage kommen.