Radexpress erfreut sich großer Beliebtheit

BNN 31.10.2018

Arbeitskreis „Tourismus-Freizeit“ plant ab 2019 eine weitere Zugverbindung durch den Nationalpark

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

Gaggenau/Murgtal. In Baden-Württemberg gibt es insgesamt acht Radexpress-Zugverbindungen. Die erfolgreichste davon ist der Murgtäler-Radexpress, wie Markus Kempf von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg während einer Besprechung im Bürgersaal des Gaggenauer Rathaus betonte, zu der der Arbeitskreis „Tourismus-Freizeit“ eingeladen hatte. Kempf bezeichnete den „Murgtäler“ dabei als Leuchtturmprojekt und Sperspitze zugleich.

Während der Zusammenkunft diskutierten die Anwesenden auch über die Einrichtung eines Nationalparkexpress im Jahr 2019. So ist geplant zwischen Juni und August an einem noch festzulegenden Samstag einen Nationalpark-express zwischen Ludwigshafen und Baiersbronn verkehren zu lassen.

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DER MURGTÄLER RADEXPRESS sowie der geplante Nationalparkexpress standen im Mittelpunkt einer Besprechung, zu der der AK „Tourismus-Freizeit“ in den Gaggenauer Ratssaal eingeladen hatte. Foto: Kocher

„Murgtäler“ ist ein Leuchtturmprojekt

An bis zu zwei zusätzlichen Tagen im Jahr sei dies möglich, sagte Markus Kempf. Dafür habe er grünes Licht vom Landesverkehrsministerium erhalten. Hierfür sind allerdings noch Gespräche mit den Verantwortlichen des Nationalparks erforderlich. Um letzte Details zu treffen, wird man sich außerdem im kleinen Kreis auch mit den Vertretern vor Ort zusammensetzen.

Das Land Baden-Württemberg lässt sich die Radexpress-Zugverbindungen sowie den jetzt geplanten ersten Nationalparkexpress einiges kosten, wie während der Zusammenkunft vom Vertreter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg zu hören war. So fallen pro gefahrenen Kilometer Kosten in Höhe von zehn Euro an.

Zu Beginn der Besprechung verlas Manfred Vogt ein Grußwort von Landesverkehrsminister Winfried Hermann, der allen Ehrenamtlichen der „Tour de Murg“ für ihren Einsatz dankte. Vogt gab auch bekannt, dass die Stadt Rastatt zugesagt habe, dass sie ab 2019 beim Radexpress dabei sei.

Walter Schaub von der DB Regio Mannheim gab einen Rückblick auf 2018 und betonte, dass der Murgtäler Radexpress in diesem Jahr an 32 Verkehrstagen unterwegs war.

An drei Samstagen wurden zudem geführte Touren angeboten, darunter war auch eine Kirchentour sowie zwei Touren „Tour de Murg“, eine davon mit Minister Hermann.

Die Anwesenden erfuhren auch, dass in diesem Jahr zwischen Karlsruhe und Freudenstadt an den 32 Verkehrstagen des Radexpress (Hin- und Rückfahrt) annähernd 1 500 Räder transportiert wurden.

Mit dabei waren ferner mehr als 3 000 Personen, unter denen auch zahlreiche Wanderer waren. Schaub dankte allen Helfern, so unter anderem dem medizinischen Dienst, die bei den geführten Touren dabei waren. Der Vertreter der DB Regio in Mannheim sprach auch die Planungen für das Jahr 2019 an. Der „Murgtäler“ ist 2019 vom 1. Mai bis zum 20. Oktober an Sonn- und Feiertagen unterwegs.

Zusätzlich wird der Radexpress an drei Samstagen verkehren. Dabei sind erneut zwei Touren „Tour de Murg – historisch“ und eine geführte „Kirchentour“ zwischen Baiersbronn und Gaggenau vorgesehen. Anmeldungen hierzu sind wie immer über das Touristikbüro in Baiersbronn erforderlich.

Walter Schaub gab auch bekannt, dass ab dem Jahre 2020 Elektrotriebwagen für den „Murgtäler“ eingesetzt werden. Aufgrund der Steilstrecke zwischen Baiersbronn und Freudenstadt, fahre der Radexpress daher nur bis Baiersbronn.

Markus Kempf von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg betonte, dass ab 2022 auf der Murgtal Strecke neue Triebwagenzüge zum Einsatz kommen, die Steilstreckentauglich sind und daher wieder bis nach Freudenstadt fahren können.

Während der Besprechung gab Frank Eisold einen Rückblick auf die geführten Touren „Tour de Murg“ und Conny Becker auf die Kirchentour. Bürgermeister Michael Pfeiffer freute sich in seinen Begrüßungsworten, dass man so ein Angebot, wie die „Tour de Murg“ habe.