Der Minister ist mit dem Radl da

08.09.2020, Schwarzwälder Bote, Baiersbronn·Freudenstadt·Wolftal

Sommertour | Winfried Hermann auf Tour im Nationalpark / Absterbende Bäume machen betroffen

Die verkehrspolitische Sommertour mit Minister Winfried Hermann (Grüne) hat Station in Baiersbronn gemacht. Mit dem Murgtäler Radexpress ging es nach Baiersbronn und dann auf eine Radtour in den Nationalpark.

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Foto: Freuten sich über die gelungene Tour: Patrick Schreib (vorne rechts) und Minister Winfried Hermann (Vierter von rechts). Foto: Braun

Von Monika Braun

Baiersbronn. Angeführt von den drei Bike-Guides der Baiersbronn Touristik – Gabi Zürn, Klaus Keck und Jörg Gaiser – lag bei der Ankunft im Restaurant Mühlbachstube, wo ein kühles Radler und eine deftige Brotzeit warteten, hinter den in drei Gruppen eingeteilten Radlern eine längere Radtour.

Eine Strecke von rund 30 Kilometern mit einem Höhenunterschied von 600 Metern hatten die Teilnehmer gemeistert. »Heute wäre ich überfordert gewesen, gut, dass es die Pedelec-Technik gibt«, sagte Minister Hermann.

Die Fahrt mit dem Murgtäler Radexpress wurde vom Arbeitskreis Tourismus-Freizeit der Stadt Gaggenau und federführend von Manfred Vogt organisiert. Die rund 30 Teilnehmer waren mit dem Zug angereist, um an der Tour um Baiersbronn teilnehmen zu können.

Mit von der Partie waren die Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel (Grüne) und Jonas Weber (SPD) aus Rastatt. Ebenso dabei war die erst kürzlich zur Landtagskandidatin gewählte Katrin Schindele (CDU) und eine Gruppe der DB Regio aus Mannheim. »Ich freue mich, dass es so eine Bahnverbindung gibt. Das macht so eine Radtour auch für ältere Menschen attraktiv«, sagte Minister Hermann. Als Leuchtturmprojekt bezeichnete er den Murgtäler Radexpress. Immer wieder werden Touren angeboten.

Diesmal ging es in den Nationalpark Schwarzwald, über Tonbach führte die Tour zum Huzenbacher Seeblick. Bei den Zwischenstopps gab es viele Erklärungen von Fachleuten. Ebenfalls dabei waren Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl und Bereichsleiter Charly Ebel.

Im Wald gab es dann von Rangerin Friederike Schneider und Ranger Martin Rimmler Erklärungen über den Nationalpark und die Natur. »Man muss genau hinschauen. Nicht der bewirtschaftete Wald führt zur Artenvielfalt, sondern die wilde Natur wie sie hier erlebbar ist«, sagte Hermann, der sich von der Landschaft und der Tour beeindruckt zeigte.

»Eine sehr schöne Strecke in einer großartigen Landschaft mit herrlichen Ausblicken«, schwärmte Hermann am Ziel der 30-KilometerRundstrecke. »Die vielen absterbenden Bäume in unseren Wäldern machen betroffen, aber es sind auch viele Bäume, die nachwachsen.«

Ebenfalls viele gute Worte fand Baiersbronns Tourismusdirektor Patrick Schreib, der bei der Begrüßung am Bahnhof und beim Abschluss der Tour dabei war. »Wir freuen uns, dass der Nationalpark auch mit der Eröffnung des Nationalparkzentrums eine gute Zukunft hat, die wir beherzt gestalten möchten«, so Schreib.

Er wünsche sich wieder eine Taktung der S-Bahn-Verbindung im 1,5-Stunden-Takt, so Schreib, der allen Teilnehmern der Tour dankte. »Ich habe das Gefühl, dass der Nationalpark die Leute wieder zusammenführt und ein Gewinn für die Region ist«, sagte Minister Hermann.