Erlebnis

Kreistagssitzung auf dem Fahrradsattel

BNN 21.06.2018

Kommunalpolitische Radtour durch das Murgtal Radwegbrücken-Bau könnte 2020 beginnen

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

Gaggenau / Forbach. Eine Premiere stand beim Kreistag am Dienstag mit einer Radtour entlang der Murg auf dem Programm. Sie führte von Raumünzach bis nach Bad Rotenfels. Relativ glimpflich verlief bei der Tour ein Sturz von Landrat Jürgen Bäuerle, bei dem sich der Landkreischef jedoch einige Schürfwunden zuzog und nach kurzem Halt die Tour fortsetzen konnte.

krt20180619Zwischenstopps legten die Bürgervertreter in Weisenbach und Gernsbach ein, wo sie Informationen zur Tour de Murg und der Touristik-Infrastruktur des Murgtals erhielten. Wie Bäuerle betonte, wolle man Exkursionen auf dem Fahrrad auch künftig unternehmen. In Raumünzach wurden die Kreisräte zunächst durch Forbachs Bürgermeisterin Katrin Buhrke begrüßt. Sie sprach die Strecke der Tour de Murg zwischen Gausbach und Langenbrand an und wies auf notwendige Verbesserungen hin. Auch beim Zwischenstopp an der Heimatstube in Weisenbach ging es um die Tour de Murg. Die 67 Kilometer lange Tour sei unter den zahlreichen Radwanderwegen im Nordschwarzwald ein Höhepunkt, betonte Dezernent Claus Haberecht: „Die Landschaft ist einzigartig.“ Mit der Stadtbahn könne man bequem Freudenstadt erreichen und entspannt durch das Murgtal abwärts nach Rastatt fahren. Nicht unerwähnt blieb der Radexpress „Murgtäler“, der „erfolgreichste in Baden-Württemberg“. Auf die Zertifizierung des Radwanderweges habe man bisher verzichtet. „Wir wollen zunächst die letzten Probleme lösen, wie beispielsweise in Gausbach und Baiersbronn.“

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„Tour de Murg historisch“ mit Verkehrsminister Hermann

Der Start zu den geführten Radtouren unter dem Motto „Tour de Murg historisch“ war am vergangenen Samstag mit einem besonderen Höhepunkt verbunden. Durch die Kontakte von Manfred Vogt (Arbeitskreis Tourismus-Freizeit, AKTF) zum Verkehrsministerium gab es die Zusage, dass der Verkehrsminister Winfried Hermann die gesamte Strecke von Freudenstadt bis ins Flößerdorf Hörden mitradelt. Die erfolgreich geführte Tour läuft bereits im siebten Jahr mit Frank Eisold vom AKTF und seinem Team aus Andreas Minister, Martin Dörrfuss und Bodo Krohn als Begleiter. Die medizinische Betreuung oblag wiederum dem Medizinischen Dienst Gaggenau mit Frank Rieger und Class Tzschucke, die allerdings und erfreulicherweise keine Probleme mit den Teilnehmern auf der rund 50 Kilometer langen Strecke hatten. Als Kooperationspartner und Anmeldestelle fungierte die Tourist-Info Baiersbronn.

Eine besondere Überraschung gab es bereits zum Auftakt in Gaggenau, als die Naturbackstube Weber Gänse aus Brotteig für die Verpflegung überreichte. Mit von der Partie waren der Bürgermeister der Stadt Rastatt, Raphael Knoth, Friedebert Keck als stellvertretender Bürgermeister von Gernsbach, Bernhard Ibach von der AOK-Geschäftsführung, Dr. Christian Köppel vom Freundeskreis Nationalpark, Margit Braun (Tourist-Info Baiersbronn) sowie Roland Büchel und Walter Schaub von DB Regio Mannheim. Der Radexpress in Baden-Württemberg hat sich zu einem besonderen Aushängeschild entwickelt. Er startet in Ludwigshafen und fährt über Mannheim, Bruchsal und Karlsruhe ins Murgtal (jeden Sonn- und Feiertag bis zum 21. Oktober) und ist ein besonderes touristisches Angebot für Radler und Wanderer.

In Freudenstadt (Stadtbahnhof) beim Start begrüßte diesmal der Landtagsabgeordnete Norbert Beck die 35-köpfige Radlergruppe mit Gästen aus den verschiedenen Regionen und gab die Route frei mit den Zwischenstopps in Friedrichstal im Tal der Hämmer, bei der Erzgrube Sophia und im Sensenmuseum. Immer wieder erläuterte Frank Eisold die einzelnen Sehenswürdigkeiten. Völlig durchnässt nach dem Dauerregen, kam die Gruppe in Baiersbronn an, wo der Getränkehalt am Rosenplatz bei der Baiersbronn Touristik ideal für eine Verschnaufpause war. Bürgermeister Michael Ruf aus Baiersbronn zeigte sich erfreut über die langjährige und erfolgreiche Kooperation mit dem AKTF und der Deutschen Bahn (DB) und hofft auf weitere Synergieeffekte mit Blick auf den Nationalpark, der sich jetzt auch über das untere Murgtal erstreckt.

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Bild: Ankunft in Hörden: Der Verkehrsminister im weißen Hemd neben Manfred Vogt vom AKTF. Ortsvorsteherin Barbara Bender begrüßte den Gast aus Stuttgart. Foto: AKTF

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