Zum "Baden" in den Wald

BT 28.06.2018

Frauke Grötz lädt zur Gesundheitsvorsorge

BT28062018Gaggenau - Was soll das denn sein? Mit Fragen wie diesen ist Frauke Grötz bestens vertraut. Schließlich ist es ungewöhnlich, was sie am Samstag in Gaggenau vorstellen wird. Als "Kursleiterin für Waldbaden und Achtsamkeit im Wald" bietet sie am Samstag, 30. Juni, ein dreistündiges "Waldbaden" an. Dabei taucht sie mit ihren Teilnehmenden in die Atmosphäre des Waldes ein. Mit allen Sinnen die Moose, Sträucher, Bäume, Geräusche und Gerüche des Waldes wahrnehmen, heißt das Motto. Im Interview mit BT-Redakteur Thomas Senger verrät sie Näheres.

BT: Frau Grötz, zum "Waldbaden" soll ich wohl nicht gerade in Badehose kommen?

Frauke Grötz: Natürlich nicht, es gibt auch keine Badewanne im Wald, und wir baden in keinem See. Es geht ums Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes und das Wahrnehmen der Moose, Sträucher, Bäume, Gerüche, Geräusche mit allen Sinnen.

BT: Waldbaden kommt ursprünglich aus Japan?

Grötz: Ja, es ist dort ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge, eine Entspannungsmethode zum Reduzieren von Stress und zur Förderung unseres Wohlbefindens.

BT: Und wie kommt man auf sowas?

Grötz: Ich bin Kräuterpädagogin und somit ohnehin viel im Wald. Als ich von dem Waldbaden zum ersten Mal erfahren habe, dachte ich mir: Das muss ich ausprobieren. Anschließend war mir klar, dass ich eine Fortbildung machen und dies den Menschen weitergeben werde.

BT: Ja und was machen Sie jetzt mit den Leuten im Wald?

Grötz: Ich begleite sie, gebe ihnen Impulse, um ihre Sinne anzuregen. Das ist kein Spaziergang oder Wandern, sondern ein Schlendern: Wir sind total entschleunigt unterwegs. Ich biete Zeit zum Innehalten, für Meditation und Atemübungen und gönne jedem eine Solozeit: In ihr kann jeder selbst unterwegs sein und dabei tun und lassen, was er will. Wer müde ist, darf natürlich auch rasten. Und ich setze Impulse zum Staunen - mal wieder Staunen wie ein Kind.

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Gesundheit im Park lockte viele Besucher

GaWo 44. Jahrgang Nr. 26/2018 28. Juni 2018

Die fünfte Auflage von „Gesundheit im Park“ war ein großer Erfolg. Zahlreiche Besucher nutzten am Sonntag die Chance sich zu Gesundheitsthemen zu informieren und im Kurpark die Seele baumeln zu lassen. Hierzu luden zahlreiche Aussteller und Mitmachangebote ein. Ein vielfältiges Programm hatte der Arbeitskreis Tourismus und Freizeit (AKTF) auf die Beine gestellt, um den Kurpark zu beleben und gleichzeitig die Menschen zur Bewegung zu animieren.

Gleich nach der Eröffnung des Gesundheitstages hatten die Besucher die Gelegenheit, zu laufen: Zusammen mit der Europameisterin Gisela Theunissen durchtrennte Bürgermeister Michael Pfeiffer ein Band, um den Rotherma-Laufpfad zu reaktivieren. Seit Oktober 2001 gibt es die Laufstrecke mit zwei Alternativen (4,1 und 9 Kilometer), die nun wieder neu ausgeschildert wurde, nachdem ein kleiner Teil der Wegstrecke aus Sicherheitsgründen geändert werden musste. Wer keine so große Runde laufen wollte, konnte aber auch eine Barfußwanderung unternehmen und die unterschiedlichsten Untergründe erspüren. Auf Schusters Rappen war auch eine Gruppe mit dem Schwarzwaldverein unterwegs, die eine Gesundheitswanderung am Schanzenberg unternahm.

Den Blick auf die Bäume lenkte bei seinen Wanderungen Rainer Schulz. Weiter reichte die Palette von Mitmachangeboten wie Lach-Yoga über Qigong und Shiatsu bis hin zu „Waldbaden“. Parallel zu den Informationsangeboten auf der „Gesundheitsmeile“, die sich vom Rotherma bis zum Christophsbräu erstreckte, erwartete die Besucher zudem ein abwechslungsreiches Programm an der Konzertmuschel. Musikalische Einlagen wechselten mit turnerischen und tänzerischen Vorführungen. Zudem hatten die Verantwortlichen erstmals gemütliche Sitzgelegenheiten aufgebaut, um in Gesprächsrunden mit Gästen Themen wie Kultur, Vereine, Gesundheit und Kurpark zu diskutieren. Immer wieder war dabei zu hören, wie bedeutend der Kurpark für Gaggenau ist und welche Möglichkeiten er bietet.

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