Viel Lob für die 12. Grenzwegtour

Der Arbeitskreis Tourismus-Freizeit hatte für seine 12. Grenzwegtour die Touristinfo Bad Herrenalb wieder im Boot. Start war um 10.30 Uhr beim Naturfreundehaus Moosbronn. Zur Überraschung war der Bürgermeister von Bad Herrenalb, Klaus Hoffmann vor Ort und begrüßte die 25-köpfige Wandergruppe aus verschiedenen Orten des Landkreises Rastatt. Der Bürgermeister war sehr angetan, dass diese Wandertour eine so lange Tradition hat, auch in der Kooperation mit seiner Stadt.

Wanderführer Frank Eisold bei allen Touren immer dabei und dieses Jahr mit Unterstützung von Manfred Latein erklärten die Besonderheiten dieser Wandertour zum Bernsteingipfel.

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Grenzkontrolle an der Wasenhütte. Foto AKTF

Der erste Stopp war traditionell an der Wasenhütte, wo der Heimatverein Hörden mit seinem Team Bernd Kraft, Udo Schwaab, Emil Wipfler die Grenzkontrolle vornahm. Gekleidet in historische Uniformen und die Strecke ausgeschmückt mit Fahnen vom Badischen ins Württembergische in Verbindung mit der Ausgabe von Passierscheinen und einem Ausschank Blutwurz zur besonderen Stärkung auf die bevorstehende Bergstrecke.

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Besondere Schmankerl von der Michelbacher Hexengruppe die Doowallhexen. Foto AKTF

Ein weiterer Höhepunkt war der Stopp an der Doowallhütte mit den Michelbacher Hexengruppe die Doowallhexen, die ein leckeres Buffet im Wald hinzauberten. Ein besonderes Schmankerl. Nach der Stärkung ging es hoch zum Bernstein auf ca. 690 Meter Höhe bei herrlichem Wetter. Der Bernstein als Naturdenkmal war der ideale Platz für eine Ruhepause.

Talabwärts vorbei in der Nähe der Sprungschanze der Gleitschirmflieger führte die Wanderstrecke wieder nach Moosbronn zur Kirche Maria Hilf. Die Einkehr in den romantischen Mönchhof, bekannt aus der Fernsehserie, bildete dann den Abschluss mit begeisterten Einträgen ins AKTF-Gästebuch. Kommentare der Teilnehmer: „Bitte wiederholen, wunderbare und einmalige Wanderstrecke und Erklärungen.“

Mit dem Wunsch, sich in 2025 zur 13. Tour wieder zu treffen, machten sich die Teilnehmer auf den Heimweg. (mavo)

Markgraf von Baden kommt zum Jubiläum nach Gaggenau

GaWo Nr. 11/2024 14. März 2024

Gaggenau (stv). In diesem Jahr bestehen die „Markgraf-Wilhelm-Wege“ in Bad Rotenfels bereits seit 20 Jahren. Zum diesem Jubiläum wird nun auch Bernhard Markgraf von Baden in Gaggenau erwartet.

Im Rahmen der Veranstaltung „Gesundheit im Park“ wird am Sonntag, 30. Juni auch das 20-jährige Bestehen der thematischen Wanderwege gefeiert. Der Markgraf wird bereits am Vormittag beim Gottesdienst im Kurpark dabei sein und nach einer Ansprache zusammen mit Mitgliedern des Arbeitskreises Tourismus und Freizeit (AKTF) sowie Stadtvertretern ein Teilstück der Markgraf-Wilhelm-Wege begehen. Im Schloss Rotenfels wird sich der prominente Gast dann im Goldenen Buch der Stadt Gaggenau verewigen.

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Die Markgraf-Wilhelm-Wege sind sehr beliebte Wanderrouten. © Stadt Gaggenau

Schon lange war es ein Wunsch der Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Tourismus, dass der heutige Markgraf von Baden dorthin eingeladen wird, wo seine Vorfahren vielfältige Spuren hinterlassen haben. Anlässlich des Jubiläums erfolgte nun eine Einladung der Stadt Gaggenau, die der Markgraf zusagte.

Gaggenau hat den Markgrafen von Baden Grundlegendes und Wesentliches zu verdanken. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden (1655-1707), der sogenannte Türkenlouis, hatte 1698 die Glashütte in Mittelberg begründet, die 1772 nach Gaggenau gekommen ist. Derselbe Markgraf hat 1683 ein Hammerwerk in Gaggenau verpachtet, das heute als Keimzelle des Industriestandortes Gaggenau gilt. Glas und Eisen: Auf diesen beiden Säulen beruht die Wirtschaft von Gaggenau.

Neben Gaggenau selbst, hat auch der Stadtteil Rotenfels den Markgrafen von Baden Entscheidendes zu verdanken. Markgraf Wilhelm von Baden (1792-1859), gründete im Jahr 1821 zunächst ein landwirtschaftliches Mustergut. Im Jahr 1827 wurde nach den Plänen von Friedrich Weinbrenner Schloss Rotenfels errichtet. 1839 ließ er schließlich nach Steinkohle graben und stieß dabei auf Thermalwasser.  Die Elisabethenquelle wurde schließlich nach der Markgräfin Elisabeth benannt. Die Markgraf-Wilhelm-Wege erinnern an diese besonderen Ereignisse und historische Stätten. Sie wurden einst initiiert vom AKTF und bis heute von diesem Kreis Ehrenamtlicher gepflegt. Sie freuen sich deshalb auch besonders, dass der Markgraf von Baden mit seinem Kommen dieses Ehrenamt würdigt.

Flyer-Download Markgraf-Wilhelm-Wege hier