Ausgebucht und großartig: Fünfte Bürgerwanderung auf dem Chaisenweg

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Oberbürgermeisterin Margret Mergen empfing Bürgermeister Michael Pfeiffer und die AKTF-Aktiven auf dem Florentinerberg. Foto: AKTF A. Roth

Die fünfte Bürgerwanderung des Arbeitskreises Tourismus-Freizeit (AKTF) auf dem historischen Chaisenweg zwischen Bad Rotenfels und Baden-Baden (Neues Schloss) hatte einen großartigen Zuspruch und war ausgebucht. Zahlreiche Gäste aus verschiedenen Stadtteilen Gaggenaus, aber auch aus Bühl, Baden-Baden, Kuppenheim, Karlsruhe, dem Elsass und sogar aus Hessen waren dabei, und Gabi Weber, erste Vorsitzende vom Förderverein Schloss Rotenfels war auch dabei. Nach dem Vorzeigen des Impfpasses oder der Luka App und den Infos zum Ablauf der Wandertour wurde pünktlich um 9.30 Uhr gestartet. Die AKTF-Gesamtorganisation lag in den Händen von Marianne Müller mit ihren Wanderführern Bodo Krohn und Roland Hirth. Bürgermeister Michael Pfeiffer war ebenfalls dabei, und die Wanderung führte vorbei an der Schweinlachhütte und vom Zimmerplatz zur Kellersbildhütte, wo zur Überraschung der Wanderer eine Abordnung vom Schwarzwaldverein Baden-Baden sich der Gruppe anschloss als Partner des Chaisenwegs, der 2013 offiziell eröffnet worden war. Auf der Schlossterrasse des Florentinerbergs mit seinem wunderschönen Ausblick in die Innenstadt Baden-Badens hatte bereits die Winkler Dorfgemeinschaft mit Ursel und Fritz Schneider einen Begrüßungsstand mit Brezeln und Getränken aufgebaut. Punkt 13 Uhr und profihaft geführt in der Uhrzeitplanung kam die Wandergruppe nach ihrer dreieinhalbstündigen Tour über die zwölf Kilometer lange Strecke beim Neuen Schloss an. Mit großer Freude erwartete Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen die Wandergruppe aus dem Murgtal. Bürgermeister Michael Pfeiffer überreichte einige Gastgeschenke (unter anderem hochprozentiges „Murgwasser“) und verknüpfte sie mit kurzweiligen Worten zur Freundschaft über den Berg zwischen der Stadt an der Murg und jener an der Oos. Dabei gratulierte er nachträglich zur Erlangung des Titels als UNESCO-Welterbe. Die Oberbürgermeisterin erwähnte in ihren Dankesworten, dass diese Bürgerwanderung eine feste Einrichtung geworden sei durch die persönlichen Kontakte zum AKTF. Sie sei sehr beeindruckt von diesem Engagement und der Außenwirkung, die der berühmte Chaisenweg zwischenzeitlich wieder erzielt habe. Für 2022 wird in Erwägung gezogen, eine Bürgerwanderung der Kurstadt zusammen mit dem Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Baden-Baden, in den Kurpark Bad Rotenfels zu organisieren. Die Schlussetappe der jetzigen Bürgerwanderung verlief in Richtung Berggaststätte Hungerberg, und Cornelia Krohn erzählte bei einem Stopp die besonderen Sagen über den Fremersberg und das Kloster Lichtental, wofür sie viel Beifall erhielt. Als Überraschung am Hungerberg traten die beiden „Schanzenbergweiber“ Karola Wunsch und Susanne Elies auf. Bürgermeister Michael Pfeiffer dankte den beiden für ihren Einsatz am Römischen Haus im Kurpark Bad Rotenfels. Ein gemütlicher Abschluss bei einem zünftigen Vesper im Biergarten und lobende Einträge ins Gästebuch ließen die Wanderung ausklingen. Ein Sonderbus und Taxi der Firma Holl brachte die Wanderer wieder zurück zum Ausgangsort. Laut wurde der Wunsch, auch 2022 so eine Bürgerwanderung zu unternehmen. (mavo)

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Chaisenweg Wandergruppe. Foto: AKTF

Rotenfelser Zick Zack Weg wieder begehbar

 ak09042020Foto: Harald Wolf

Innerhalb der Markgraf-Wilhelm-Wege im Kurpark gibt es im Sprachgebrauch auch den Zick-Zack-Weg. Dieser Bereich war seit einigen Monaten durch Windfall von Bäumen und Erosion in einem sehr schlechten Zustand,  eine Begehung war nur mit viel Vorsicht und großen Risiken möglich.

Harald Wolf, Betreuer der in diesem Bereich verlaufender Murgleiter, der gerne das Team der Markgraf-Willhelm-Wege unterstützt, hat sich mit familiärer Unterstützung (Sandra Wolf und Alex Sebelja) dem Problem angenommen und mit Bereitstellung von Materialien von den technischen Betrieben der Stadt Gaggenau an die Arbeit gemacht. Zuerst wurde der Weg von den umgestürzten Bäumen freigelegt. In einer zweiten Aktion wurde der Weg in den stark erodierten Bereichen mit Holzstangen und Eisensprießen gesichert und mit Erde aufgefüllt.

Der Weg ist nun wieder problemlos begehbar. Ein besonderer Wunsch der Akteure wäre, den Weg für Mountainbiker zu sperren, das große Gefälle und die engen Kurven erfordern viele Bremsmanöver, welche die obere Schicht aufreißen und dadurch wieder weitere Erosion begünstigen.

Ein parallel verlaufender Pfad, der von oben Richtung Rotherma Parkplatz führt, wäre eine gute Alternative, weiß Harald Wolf als ein alter Biker zu berichten. Dieser Pfad ist weniger steil und hat weniger Kurven. Eine Beschilderung hierzu wäre als Erhalt für den Zick-Zack-Weg sehr von Vorteil. (mavo)